Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 1

      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 1

      Reise nach Kuba


      Wann:
      28.06.2010 - 12.07.2010

      Warum:
      Es gibt unzählige Gründe, warum man eine Reise unternimmt und die besten sind jene, die einem nicht einfallen.
      Mein Lebensgefährte und ich waren bei der Auswahl unserer Urlaubsziele bis dato eher konservativ, immer ein wenig darauf achtend, auf der “sicheren Seite” zu sein. Wir wollten es immer übersichtlich, geordnet, nichts oder so wenig wie möglich sollte dem Zufall überlassen sein. Unser Freund Darek belächelte dies immer wieder, quatsch, er lachte lauthals. Er, ein weit gereister Pole mit österreichischer Staatsbürgerschaft, schwärmte uns seit fünfzehn Jahren von seinen Urlauben auf Kuba vor, lag uns in den Ohren, wirklich einmal all diese touristischen Dummheiten wie Griechenland oder Gran Canaria, Tunesien, Kroatien oder (“Aaah, seid Ihr verrückt?”), die österreichischen Alpen bleiben zu lassen, um mit ihm mal Kuba zu besuchen.
      Wie gesagt, es gibt so viele Gründe, irgendwo hin zu fahren. Ich hatte halbherzig romantisch/intellektuelle Gründe angegeben: Ich wollte so gerne die Gassen und Straßen sehen, die Plätze, auf denen Ernest Hemingway wandelte, als er in den Fünfzigern “Der alte Mann und das Meer” verfasste und mit Fidel Castro dicke Zigarren rauchte. Ich wollte mit Einheimischen über Literatur reden, in Buchhandlungen gehen, und natürlich, ja, auch an den Strand, im Bus herumkurven und sehen, wie die Leute leben, essen, was sie essen, Cuba sehen, wie sie es sehen. Unser Freund Darek gab einen anderen, sehr wesentlichen und viel leichter zu fassenden Grund an: “Ich will mit Cubanos ficken, bis ich nicht mehr gehen kann. Niemand gibt den Arsch besser und niemand nimmt den Arsch besser als kubanische Jungs. Glaubt mir das”, sagte er, “ich bin eine weitgereiste Tunte.”
      Wir glaubten ihm, und all diese Gründe zusammengenommen, plus denen, an die ich gar nicht dachte (Weniger ein handfester Gedanke als ein Gefühl von Wagnis und Improvisation), gaben den Ausschlag. Wir buchten im Februar 2010 unseren zweiwöchigen Urlaub Ende Juni. Darek flog eine Woche früher, weil er einen Flug (Tour-Retour) um 650 Euro gefunden hatte - gleiche Strecke, gleiche Airlines wie wir, nur um zweihundert Kracher billiger; man könnte aus der Haut fahren. Bei meinem Freund und mir ist es immer so eine Sache, dass wir die Urlaube aufeinander abstimmen können.

      Tipp:
      Es macht sich durchaus bezahlt, eine Reise nach Kuba wirklich frühzeitig zu buchen. Es gibt im Internet auf den diversen Reisesuchportalen schon sehr günstige Pauschalangebote (Flug + Hotel). Will man so wie wir, lieber in einem Privatappartement untergebracht sein, empfiehlt es sich, immer zuerst den Flug zu suchen und erst dann das Quartier.
      Auch um die Quartiere hatten wir uns schon im Februar gekümmert. Wir wollten (Auch, weil uns Darek die Vorteile glaubhaft begründen konnte) auf jeden Fall eine private Unterkunft. Das nennt sich auf spanisch: Casa Particular, und ist hochoffiziell begaubigt mit Stempel, Meldezettel und allem Pipapo. Hauptgrund, sich ein Privatquartier zu suchen ist, dass man da kubanische Bekanntschaften mitbringen kann, was in den staatlich geführten Hotels (Also in allen Hotels) strengstens verboten ist. Deswegen ist für Leute, die gerne selbstständig herumreisen, zum Beispiel die Touristenhochburg Varadero abzuhaken: Es ist dort recht schön und die Hotelanlagen entsprechen guten Standards - andererseits schläfert das All-Inclusive den Abenteuertrieb ein, und zweitens kann man in Varadero und Umgebung kaum auf Einheimische treffen, da sich in Varadero nur jene Cubanos aufhalten dürfen, die in der Touristik arbeiten.
      Wie immer, wenn wir wohin reisten, wo wir noch nicht gewesen waren, deckte ich mich mit Reiseliteratur ein. In diesem Falle kaufte ich Kulturschock Kuba von Jens Sobisch, und das kubanische Tagebuch von Che Guevara. Das zweite Buch blätterte ich lustlos durch, weil mich die minutiöse Darstellung von Guerillataktiken nicht wirklich interessierte. Das andere Buch über den Kulturschock las ich mehrere Male. Kann ich nur empfehlen. Es kommt der Wahrheit (Und die Wahrheit ist immer ein Kind des Betrachters) sehr, sehr nahe.
      Da sich noch ein Freund anschloss, waren wir am Tag der Abreise zu dritt - Darek war ja schon eine Woche vor uns nach Kuba geflogen.


      Tipps zur Reise:
      • Ihr braucht eine gültige Krankenversicherung für den Aufenthalt. Es kann durchaus sein, dass die Vorlage der Krankenversicherung stichprobenartig bei der Einreise verlangt wird

      • keinen Alkohol zu trinken. Trinkt auch keine süße Brause, trinkt am besten rauhe Mengen stilles Mineralwasser. Alkohol ist eine Zeit lange lustig, geht aber auf die Kondition, speziell dann, wenn man sie braucht - doch dazu später mehr ...
      • keine Schlaftabletten zu nehmen
      • leichte, lange Hosen zu tragen (Klimaanlage kann ganz schön erfrischend sein)
      • Wenn Reiseflughöhe erreicht, immer wieder mal aufstehen, herumgehen, Kniebeugen machen.
      • Zwingt Euch nicht zu schlafen, selbst wenn der Flug stinklangweilig ist (Und er ist stinklangweilig, Ehrenwort)
      • Nehmt von zu Hause kleine Kopfhörer mit Miniklinkenanschluss mit. Im Flugzeug braucht man die, um sich das Radioprogramm reinziehen, oder Filme ansehen zu können. Und die Kopfhörer im Flugzeug sind nicht nur schlecht, sondern schlagen sich auch mit 4 € zu Buche. Unnötig verbranntes Geld.
      • Rechnet genug Zeit ein, wenn Ihr einen Flug mit Zwischenlandung habt, um von einem Flieger zum anderen zu kommen. Wir brauchten in Frankfurt von der Maschine, mit der wir aus Wien gekommen waren, zu der Maschine, mit der wir weiter nach Kuba flogen, fast vierzig Minuten inklusive Sicherheitschecks.
      • Wichtig: Nach rund zehn Stunden und vierzig Minuten Flug ist man müde, manche mehr und manche weniger. Trotzdem: Wenn der Flieger gelandet ist und angedockt hat und die Schleuse offen ist, dann schaut, dass Ihr so schnell wie nur irgendmöglich aus dem Flieger und zur Immigration kommt. Es kommt zwar nicht all zu oft vor, dass mehrere Flugzeuge gleichzeitig landen und Leute ausspucken, aber es genügt, in einem Flugzeug anzukommen, in dem rund zweihundert Passagiere sind, die alle “einreisen” wollen. Vollgas mit Eurem Handgepäck zu Immigration - ist groß angeschrieben und kann gar nicht verfehlt werden. Haltet Euren Pass, die Visitenkarte Eurer Privatunterkunft bereit und die grauegrüne, freifliegende Visumkarte. Es gibt zwar ungefähr zwölf oder dreizehn Schalter, aber die Leute dort arbeiten recht gemächlich. Pro Person können da schon zwischen zwei und fünf, sogar bis zu zehn Minuten vergehen. Rechnet das mal zweihundert Leute, ok?
      • Nach der Immigration gehts ans Gepäck ausfassen. Bänder so wie bei uns. Falls Euer Koffer trotz geduldigen Warten nicht am Förderband erscheint, nicht verzagen: Manchmal werden die ersten fünfzehn bis zwanzig Koffer von den Flughafenangestellten vom Förderband genommen, falls man es für einen weiteren, hereinkommenden Anflug braucht. Dann könnte es sein, dass Euer Gepäckstück schon längst auf einer freien Fläche nahe der Bänder steht.

      Wie:
      Wien (Lufthansa) - Frankfurt (Condor) - Havanna (Flughafen Jose Marti) - Gebucht über RUEFA.


      Wo:
      Vedado, Habana, Calle G (Google Maps)
      Schreiben ist ganz einfach: man starrt solange auf das leere Blatt Papier, bis die Augen bluten

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      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 2

      Erste Tage
      Wenn man frühabends landet (So wie wir ca. um 20:00 Ortszeit) ist es am besten, wenn man der Müdigkeit nicht nachgibt, sondern nach dem Einchecken im Quartier gleich mal auf Jagd ... äh, Erforschungsreise geht. Falls Ihr nicht - so wie wir - das Glück habt, einen Freund zu haben, der A) schon vor Ort ist und alles organisiert hat und B) weiß, wo man hin gehen kann, löchert Eure Zimmerwirtin, Euren Vermieter. Für den ersten Abend könnte ein Besuch der Altstadt ganz nett sein, um mal einen echten Mojito zu trinken, nicht das billige Bargeschlodder, welches man uns hier in Europa unterjubelt.
      Entweder, Ihr fragt Euren Vermieter, ob er Euch ein Taxi rufen kann, oder ob er/sie jemand kennt, der sich ein paar Pesos verdienen will. Ich bin sicher, sie kennen jemand, wenn sie nicht sogar selbst bereit sind, Euch in ihrem klapprigen Lada in die Altstadt zu bringen (Kann im Schnitt rund drei CUC kosten). Also nichts wie auf in die Altstadt (Havana Vieja). Am besten ist es, Ihr lasst Euch zum Hotel Inglaterra bringen. Von dort habt Ihr es nicht weit zum Parque Central, zum Capitolund zu Hemingways Stammbar Floridita.

      Parque Central



      El Capitol:



      La Floridita:



      Im Park kann es passieren, dass Ihr auf eine Traube sich anschreiender Leute trefft. Nein, die streiten nicht wirklich, obwohl es so aussieht, und die fangen auch nicht gleich an, sich gegenseitig zu verdreschen. Sie unterhalten sich, auch nach kubanischen Maßstäben sehr angeregt über was auch immer. Es hat sich in Havanna eingebürgert, dass jemand, der sich Müll von der Seele laden will, in den Parque Central begibt und sich dort an Streitgesprächen beteiligt.
      Übrigens, all diese gut aussehenden jungen Männer, die Euch im Park Blicke zuwerfen, die wollen Euch nicht ausrauben, nicht bestehlen, sie taxieren Euch nicht abschätzig. Sie achten drauf, ob Du zurückschaust. Zweimal zurückblicken, ist quasi eine Einladung an ihn, Euch anzusprechen. Dies geschieht in den allermeisten Fällen sehr charmant, kein bisschen professionell und sehr nett.

      Tipp:
      Die Cubanos sind arm, selbst wenn sie ordentlich gekleidet sind. Es ist also an Euch, die Rechnungen zu begleichen, selbst dann, wenn der Cubano das Geld hat, sich sein Bier selbst zu bezahlen. Ladet ihn ein, gebt ihm aber nie das Gefühl, Ihr würdet ihn oder seine Aufmerksamkeit kaufen. Es kommt, wenn Ihr das offenherzig und freundlich macht, unglaublich viel zurück.
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      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 3

      Ausgehen in Havanna
      Natürlich gibt es in Havanna Bars und Lokale, und in den staatlich geführten Hotels gibt es Restaurants mit recht gutem Standard.
      Cuba ist kein Paradies für Feinschmecker oder Freunde ausgefallener Küche. In den Restaurants der größeren Hotels bekommt man durchaus sehr gutes Essen, was allerdings dann auch ganz schön kostet. Ich empfehle da das Restaurant vom Hotel Melia Cohiba. Liegt im Stadtteil Vedado an der Malecon.
      Man kann sich also mit Mitreisenden in Hotelrestaurants treffen, Abendessen, etwas trinken und dann durch die Altstadt flanieren. Macht Spaß, ist nett, aber auch sehr touristisch.

      Tipp:
      Fotografieren: Anders als in vielen Ländern ist es den Cubanos egal, ob man sie fotografiert oder nicht. Es hängt auch stark davon ab, wie man sich als Fotograf verhält. Natürlich nehmen sie es wahr, wenn sie angelinst werden; wenn man dann freundlich lächelt und ein “Daumen hoch” zeigt, kriegt man ein breites Grinsen zurück und alles ist ok. Ein freundlich hingeworfenes “Gracias” tut auch nicht weh. Fragt man, ob man ein Foto machen darf (Nicht schüchtern sein, aber auch nicht holterdipolter überheblich), wird in den allermeisten Fällen genickt, eine nette Pose eingenommen, und wenn er merkt, dass er Dir gefällt, durchaus auch schon mal geflirtet oder ein bisschen anzüglicher posiert.
      Havanna bietet unzählige Motive für Fotos; selbst das Marode, das Abgewirtschaftete hat sich seine Eleganz und Würde bewahrt ...
      Die Cubanos haben ein anderes Verständnis von ausgehen. Im Buch Kulturschock Cuba erklärt der Autor, warum das so ist. In eigenen Worten zusammengefasst: Die allermeisten Cubanos leben in sehr ärmlichen Verhältnissen; ein Umstand, den sie auch durch fleissiges Arbeiten nicht ändern können. Nach Feierabend, oder bei Einbruch der Dunkelheit strömen die Menschen ins Freie. Man trifft sich in Parks und auf den Straßen und natürlich auch auf der Mauer entlang der Malecon, um dort zu reden, zu trinken, zu lachen, zu tanzen, zu singen und zu flirten. Übellaunigkeit, die sich in dunklen Winkeln verraucht riechender Lokale anstaut, ist dort gänzlich unbekannt.
      Ein “Ich will meine Ruhe haben” wirkt auf Cubanos befremdlich, und jemand, der desperat wirkt, wird umso herzlicher umsorgt; sie bemühen sich, einen zum Lachen zu bringen.
      Die Cubanos lieben Musik und sie lieben Tanzen. Auch wenn ich mich bemühe, keine Klischees aufzuzählen, und ich will Euch ganz gewiss nichts von zutraulichen Wilden erzählen, es ist wahr: Sie lieben Musik und sie lieben tanzen. Und, wie das nun mal so ist, was man liebt, kann man gut. Die allermeisten Cubanos sind begnadete Tänzer, und sie kennen die Texte ihrer musikalischen Idole zumeist auswändig, und wenn irgendwo Musik ertönt, die ihnen gefällt, bleiben sie stehen, singen mit und ... klar, tanzen.
      Das mag auf uns Westeuropäer befremdlich wirken, ist dort aber Teil des kubanischen Alltags und der Lebenskultur. Cubanos ziehen sich nicht zurück, igeln sich nicht ein, ziehen nicht die Stille vor. Wenn sie ausgehen, möchten sie unter Leuten sein, trinken, flirten und reden. So einfach ist das.
      Wer also versuchen möchte, in die Kultur und in das Lebensgefühl der Cubanos einzutauchen, sollte raus aus dem Hotel, raus aus dem Lokal und mit einer Flasche Havann Club (Am besten Anejo Blanco) und ein paar Plastikbechern auf die Straße.
      Cuba stellt den schwulen Touristen vor ein schier unlösbares Problem: Es gibt kaum ein anderes Land auf der Welt, in dem es so viele wirklich gut aussehende Männer gibt, die allesamt die Bereitschaft signalisieren, sich auf ein Abenteuer einzulassen. Und hat man sich für einen Mann entschlossen, geht der nächste, noch hübschere Typ augenzwinkernd vorbei. Darek sagte einmal zu mir, als wir auf der Mauer der Malecon saßen, Cohiba rauchten und in die Menge sahen: “Ich komme mir vor wie ein schwuler Mister Bean auf Extasy.” Und das traf´s dann auch irgendwie. Man fühlt sich die ganze Zeit über ein wenig aufgekratzt, ja, fast hysterisch. Man versinkt in Lebensfreude und strahlend weißem Lächeln, man vergisst, woher man ist und denkt, jeder vorbeischlendernde Junge könnte in Europa als topbezahltes Fotomodel für Versace oder Calvin Klein laufen.
      An den Wochenenden, beginnend mit Freitagabend ist die Malecon dass Wohnzimmer der Cubanos, und entlang der Mauer, auf der man bequem sitzen kann, versammeln sich zigtausende Menschen. Geht dorthin, vergesst Lokale und Bars. Wer wissen möchte, wie sich kollektive Lebensfreude anfühlt, ab zur Malecon.
      Die Flasche Havanna Club kostet ungefähr drei oder vier CUC. Interessanterweise trinkt man in Cuba keinen Cuba Libre. Wenn, dann trinken die Cubanos den Rum entweder pur, oder sie mischen ihn mit einer Sprite ähnlichen Limonade namens DELY. Schmeckt sehr gut, kann man sich dran gewöhnen.
      Die Cubanos sind neugierig und lieben es zu plaudern. Die jungen Cubanos sprechen meistens sehr gutes englisch, da englisch seit ein paar Jahren in der Schule Pflichtfach ist. Ich bin auf der Malecon mit einem zwanzigjährigen Studenten ins Gespräch gekommen, der mit fast kindlicher Neugier alles mögliche fragte, und wir plauderten über Ökonomie und Kommunismus und Kapitalismus (Als ob ich eine Ahnung davon hätte ...), wir lachten viel und es ist dort üblich (Und man kommt sich nicht wie ein tattriger Lustgreis vor), sich bei angeregten Gesprächen zu berühren: Am Oberarm nehmen, den Arm um die Schulter legen, dass ist dort ganz normal. Es ist keine Kunst, entlang der Malecon mit Leuten ins Gespräch zu kommen, es ist eher eine Kunst, allein zu bleiben.


      Private Partys

      Weit verbreitet sind in Havanna private Partys, die unterschiedlich groß und unterschiedlich intensiv ausfallen können. Zutritt zu solchen Partys gibt’s nur auf persönliche Einladung, die Information, dass eine solche Party stattfindet, läuft über Mundpropaganda und Flugzettel. Wir waren auf einer solchen schwulen Party auf dem Dach eines zehnstöckigen Hotels. Unter dem Sternenhimmel, mit Blick auf die ganze Stadt, hunderte Kubaner mit nacktem Oberkörper, Hüfte an Hüfte, einer schöner als der andere … An solchen Abenden empfanden wir eine Art unstillbare Sehnsucht, dass das Leben immer so weiter gehen würde. Als der Morgen graute, fanden wir uns in inniger Umarmung mit Cubanos an der Malecon, tranken Rum und sahen hinaus auf die Karibik, wie die Sonne das Wasser zum Funkeln brachte …
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      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 4

      Malecon, und wo?
      Die Malecon (Eigentlich maskulin - der Malecon. Die Anwendung des Feminin ist hier sprachliche Schlamperei) ist eine Ufermauer aus Stein und erstreckt sich von der Altstadt bis zum Regierungs- und Vergnügunsviertel Vedado. Obwohl an den Abenden überall Menschen dort stehen, sitzen, tanzen, singen, ist für schwule Reisende nur ein kleiner Abschnitt der Malecon interessant, und zwar ein etwa fünfhundert Meter langes Stück direkt unterhalb des Hotel National. Je nachdem, wo Ihr Euer Quartier habt, könnt Ihr entweder die Malecon entlang gehen, oder Ihr kommt über die 23rd Ave. Wenn Ihr über die 23rd kommt, dann einfach nach rechts auf die Malecon biegen, vorsichtig über die Straße und voila, vergesst alles, was Ihr bisher über schwule Leben gehört, gelesen oder was Ihr selbst erlebt hat. Hier tun sich ganz andere Dimensionen auf :)
      Ich kann und will keine Flirtanleitungen geben. Und auch im Aufstellen von Verhaltensregeln bin ich kein wirklich guter Ansprechpartner. Eins jedoch: Behaltet immer im Hinterkopf, dass die Cubanos arm sind. Bei Euch mitzutrinken ist quasi selbstverständlich, und Ihr solltet deshalb immer darauf achten, genug Plastikbecher mitzuhaben; man will je diesem oder jenem hübschen Kerl einen ausgeben.

      Sie sind arm aber sehr gepflegt, die Kleidung kann abgetragen sein, ist aber nie verschwitzt oder verschmutzt. Für Modebewusste ist die Malecon nicht geeignet: Man sitzt dort auf einer Mauer und lässt die Füße baumeln. Spielt nicht den großen Spendeur, ladet niemand mit großer Geste ein sondern eher so auf die Art: “Ich freue mich so, dass wir uns unterhalten, magst Du was trinken? na komm schon ...” Sie werden dankbar annehmen. Höflichkeit und Respekt wird doppelt und dreifach zurückerstattet - spätestens im Bett, wenn Dir der Cubano beim Sex das Gefühl gibt, dass er in seinem ganzen Leben noch nie glücklicher war als in den Stunden mit Dir.






      Stricher, ja sicher ...
      Obwohl eigentlich alle Cubanos von Dir als Tourist erwarten, dass Du ihnen irgendwie entgegenkommst, sollte man sich hüten, auch nur daran zu denken, dass sie Stricher seien. Und doch gibt es diejenigen unter ihnen, die fordernder sind als die anderen. Man erkennt sie leicht daran, dass sie von Kopf bis Fuß und meist eng anliegend in Markenfetzen gehüllt sind, zusammengestoppelt aus Versace und Trussardi, Calvin Klein und Boss, Levis und Diesel. Sie sind auch nett und höflich, aber in ihrer Höflichkeit ist eine Spur zuviel Professionalität. Ich will diese Burschen nicht als “Chicos malos” hinstellen, ermuntere aber doch zu erhöhter Vorsicht. Obwohl auch sie keine wirklichen Stricher sind, haben sie sich doch eine gewisse nuttige Attitüde zugelegt, die manche ja ganz ansprechend finden.


      Polizei
      Cuba steht im Ruf, das sicherste lateinamerikanische Land zu sein. Tatsächlich haben wir in den zwei Wochen (Und unser Freund Darek in den fünfzehn Jahren, in denen er pro Jahr bis zu fünf mal in Cuba war) nie eine auch nur ansatzweise bedrohliche Situation erlebt. Ich habe mich in Havanna in der Nacht sogar sicherer gefühlt als in meiner Heimatstadt Wien. Das liegt zum Einen daran, dass den Cubanern ganz augenscheinlich ein Agressionsgen fehlt, und natürlich auch an der Omnipräsenz der Polizei. Tatsächlich sieht man in kaum einem anderen Land so viele Polizisten zu allen Tages- und Nachtzeiten auf der Straße.
      Als Tourist hat man nichts zu befürchten; man wird weder angehalten noch kontrolliert. Was sich als durchaus lästig erweist ist, dass die Polizei ganz augenscheinlich einen Blick für Cubanos hat, die Kontakt zu Touristen suchen. Angeblich um die Sicherheit des Touristen zu gewährleisten, werden Cubanos, die in Begleitung von Touristen sind, besonders gerne kontrolliert. Ich habe das einige Male miterlebt. Es handelt sich dabei um reine Polizeipräsenzarbeit und um Schikane. Die Polizisten wissen selbstverständlich, dass es um eine schwule Kiste geht, wenn ein Tourist mit einem Cubano herumflaniert. Man könnte generell sagen, dass es das offizielle Cuba nicht gerne sieht, wenn sich zwischen Cubanos und Touristen private Kontakte ergeben, die über das übliche berufliche Interesse von Hotelangestellten hinausgeht. Es ist nicht wirklich verboten, wird aber auch andererseits in keinster Weise gefördert und unterstützt.

      Tipp:
      Wenn Ihr also einen Cubano kennengelernt habt und den Abend mit ihm verbringen möchtet (Und er mit Euch), dann vertraut ihm, wenn er sagt, Ihr sollt vorausgehen oder auf die andere Straßenseite wechseln. Er will Euch nicht hintergehen oder austricksen oder was weiß ich noch. Wie gesagt, die Polizisten (Selbst bildhübsch und blutjung) kontrollieren mit Vorliebe Cubanos in Begleitung von Touristen, allein schon deshalb, um ihnen den Abend zu vermiesen und um Macht zu demonstrieren. Versucht da nicht, Euch einzumischen oder einen auf dicke Hose zu machen, denn das kann, zumindest für den Cubano, ganz hässlich ins Auge gehen, und es kann passieren, dass der Junge, obwohl er sich ausweisen kann und alles in Ordnung ist, mit Handschellen abgeführt und aufs Wachzimmer gebracht wird.


      Geld
      Auf Cuba werden alle amerikanischen Kreditkarten abgelehnt, ausnahmslos. Akzeptiert wird allein VISA. Bankomatkarten, Amex, Dinersclub, kann man alles vergessen.
      Eine Idee ist es, Euro mitzunehmen, also Bargeld einzuführen. Das stellt kein Problem dar. Man kann dort in allen Banken Euro auf CUC wechseln. Wenn Ihr Geld wechseln gehen müsst, dann macht das möglichst zeitig, so gegen neun Uhr, gerade, wenn die bank aufmacht. Es bilden sich dort recht schnell Schlangen, und da in den Bankräumlichkeiten immer nur eine begrenzte Anzahl an Personen sein darf, müssen die anderen draußen warten. Und das ist bei durchschnittlich dreißig Grad im Schatten schon eine ziemliche Herausforderung.
      Um Geld zu wechseln, braucht Ihr Euren Pass mit und die Visitenkarte Eurer Unterkunft. Sollte Euch das Geld ausgehen, könnt Ihr mit Vorlage Eures Reisepasses bei jeder Bank und in größeren Hotels mit der VISA Karte Bargeld beheben.
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      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 5

      Baden gehen
      Wie überall auf der Welt gibt es auch auf Cuba einen schwulen Strand. Vermutlich gibt es mehrere, aber wir haben den genommen, der am nächsten liegt. Und wie überall auf der Welt, liegt er ein wenig abseits, so dass die Touristenströme weit vor ihm verenden oder ihn schlicht und einfach übersehen. Ich habe dass so verstanden, dass der Strandabschnitt Gayaplaya genannt wird - aber unter diesem Namen nirgendwo aufscheint. Der Strand befindet sich in unmittelbarer Umgebung der Ortschaft Santa Maria, und ist am besten mit dem Bus der Transtur erreichbar. Die Busse der Transtur fahren alle vom Parque Central ab, die Station ist gegenüber vom Hotel Inglaterra. Es bleiben dort verschiedene Busse der Transtur stehen, einfach den Fahrer fragen, oder eine der Busbegleiterinnen, die Mädels sprechen alle englisch. Die Fahrkarte kostet drei CUC und ist den ganzen Tag für beliebig viele Fahrten gültig.
      Die Cubanos sind geübte Schlangensteher und halten sich an die Reihenfolge. Unangenehm fallen da eigentlich immer nur Touristen auf, die meinen, die Regeln würden nicht für sie gelten.
      Ihr müsst nach Santa Maria, gut. In Santa Maria gibt es drei Stationen, Ihr müsst bei der Station Hotel Atlantico raus, dass ist die dritte Station. Der “Badebus” dreht dort um und fährt nach Havanna zurück. Ihr geht dann nach rechts, die Straße entlang, parallel zum Strand noch etwa drei Kilometer, bis Ihr linker Hand, etwas von der Straße eine weiße Imbissbude seht. Dahinter ist ein natürlicher Wall, etwa drei bis vier Meter hoch. Da führen Trampelpfade drüber. Die Imbissbude hat moderate Preise; ich glaube, eine Dose Cristal Beer kostet 1 CUC.
      Über den Wall gekommen, seht Ihr rechter Hand eine zusammengezimmerte Bretterbude, in der meistens zwei Polizisten Dienst tun. Lasst Euch von deren Anwesenheit nicht erschrecken, die verziehen nicht mal das Gesicht, wenn zwei Jungs vor ihren Augen schmusen :)





      Um einen Eindruck vom Strandleben zu bekommen, stellt Euch einfach das Nachtleben an der Malecon vor, wo es aus Havanna gelöst und an den Strand verfrachtet wird. Die Jungs tanzen im Wasser, trinken Havanna Club aus der Flasche, küssen und flirten auf Teufel komm raus.
      (Anmerkung: Obwohl ich auf Cuba sehr oft Leute gesehen habe, die Alkohol trinken, habe ich doch kein einziges Mal jemanden gesehen, der unangenehm betrunken gewesen wäre - außer besoffene Touristen)
      Man kann dort am Strand Sonnenschirme mieten, oder sogar so ne Art Baldachin (Zeltgestänge mit einem Fetzen drübergespannt), unter dem dann bis zu zehn Personen Platz finden. Manche Leute nutzen das, stellen sich Plastiksessel und Tische darunter und feiern dort. Zur Regenzeit (April - September) kann man am Strand hin und wieder grandiose Trockengewitter über Land beobachten und hören, während man im warmen Wasser plantscht. Regenfälle sind immer möglich, dauern aber nie sehr lange. Es ist absolut kein Problem, mit einem höflichen Lächeln zu fragen, ob man seine Sachen unter einem der Baldachine unterstellen kann, bis der Guß vorbei ist. Einen karibischen Regen überdauert man am besten ... im Wasser. Da wird dann getanzt und gesungen und gesoffen und geliebt. Warum? Einfach so, weil´s grad regnet :)





      Auch am Strand gilt, was in Havanna gilt: Die Polizei hat ständig ein Auge auf Cubanos, die mit Touristen flirten. Nicht nur, um sich wichtig zu machen, sondern auch, weil sie bestechlich sind. Es kann schon mal vorkommen, dass man einen Mann mit nach Havanna mitnehmen will und die Polizisten eine Kontrolle durchführen. Merken sie, dass Ihr zusammen los wollt, stellen sie die unerfreuliche Möglichkeit in Aussicht, dass sie den Cubano mit auf die Wache nehmen wollen, es sei denn, man bezahlt eine ... ich nenn´s mal Spende. Mussten wir einmal machen, kostete sieben CUC.
      (Anmerkung: 1 CUC ist ungefähr gleich ein US Dollar)
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      Planet Kuba - Reiseerinnerungen, Teil 6

      Zigarren
      Cuba = Salsa + Rum + Zigarren. So irgendwie geht die Legende :) Tatsache ist, dass es auf Cuba wahrscheinlich die besten Zigarren der Welt gibt. Die Cubaner wissen das, und die Händler, die sich das Embargo der USA zunutze machen, wissen das selbstverständlich auch. Deshalb sind kubanische Zigarren in den USA gar nicht, und in Europa nur zu horrenden Preisen erhältlich. Gleich um die Ecke des Floridita gibt es einen Zigarren & Spirituosen Shop, der speziell für Touristen eingerichtet wurde. Die Klimaanlage kühlt auf gerade mal zwanzig Grad Celsius ab, und die Preise dort sind wie ein Tritt ins Gemächt. Ich glaube, eine Holzschachtel mit fünfundzwanzig Stück Cohiba No. 2 gibts dort um achthundert CUC. Wir haben das also bleiben lassen und die Zigarren dann über private Wege über unsere Vermieterin gekauft: Cohiba No. 2, Partagas, und Monte Christo No. 2. Je rund um ein Zehntel des Preises.


      Reisen
      Trübe Tage, oder sagen wir mal, wenn man schon ein wenig gesättigt ist von Sonne, Strand, Rum und Sex, dann kann man ja auch mal eine Fahrt ins Grüne machen. Denn Cuba ist unglaublich grün. In fast jedem größeren Hotel gibt es einen Tisch mit Prospekten für organisierte Fahrten. Natürlich kann man bei Transtur auch ein Auto mieten und auf eigene Faust herumkurven, bequemer ist so eine Kränzchenfahrt allemal.

      Pinar del Rio




      Tabakfeld


      Unsere Fahrt führte uns nach Pinar del Rio, also in die westlichste Provinz von Cuba, wo der Tabak angebaut wird. Und dort kann man dann auch direkt an der Quelle Zigarren kaufen, eben nur noch unverpackt und ohne Echtheitszertifikat. Da kauft man dann fünfzehn Stück um zehn CUC in einer weißen Banderole, und dass sind dann eben Monte Cristo No. 2 nur eben nicht in der gelben Schachtel.

      Es gibt mehrere Angebote für Busreisen auf der Insel und zumindest in unserem Fall war der Tourleiter unaufdringlich und charmant. Natürlich finden die Kaffeepausen dort statt, wo man Souvenirs kaufen kann. Etwas zu kaufen wird jedoch nicht aufgedrängt sondern sehr dezent ... ermöglicht. Rumbarasseln, CD´s Wimpeln mit der kubanischen Flagge und T-Shirts mit Che Guevara, Schlüsselanhänger, all das, was man sich zu Hause nie und nimmer kaufen würde :)
      Wir habens gekauft.

      Shoppen
      Vergisses.

      Zusammenfassung
      Kuba ist einen Langstreckenflug weit entfernt von Europa und noch ziemlich unverseucht von westlich-europäischen Moral- Kultur- und Wertevorstellungen. Das ist jetzt nicht unbedingt ein Qualitätsbeweis, aber doch ein Indikator dafür, dass man auf Kuba mit anderen Werten und Qualitäten konfrontiert wird - und das ist es schließlich ja auch, was man sucht, wenn man in der Ferne reist. Zumindest uns ging es so: Wir wollten sehen, was an den Geschichten unseres Freundes dran ist und wir wollten aus unserem Kulturkreis raus. Es war ein sinnlicher, gewissermaßen auch literarischer Urlaub, es war sexy, leicht betrunken, zärtlich und karibisch.
      Planet Kuba funktioniert im Grunde genommen nach der gleichen Physik wie der Planet Europa :) Aber die Spielregeln sind nun mal ganz anders.
      Unser Freund Darek erzählte uns einmal, dass Gino, sein Langzeitfreund aus Kuba, einmal in Wien auf Besuch war, und dann auch noch andere Städte besuchte. nach einem Monat wollte er zurück nach Kuba. Als Darek ihn fragte, warum, antwortete er: “Ihr seid alle wohlhabende Zombies.”
      Als wir nach zehneinhalb Stunden in Frankfurt landeten und uns die Zeit bis zum Anschlussflug nach Wien vertrödelten, gab ich Gino Recht. Kuba ist ein Land, in dem die Menschen so lächeln:
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      Schreiben ist ganz einfach: man starrt solange auf das leere Blatt Papier, bis die Augen bluten

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      Einen solchen Reisebericht liest man nicht alle Tage.Mir hat er sehr gut gefallen,es liest sich spannend wie ein Abenteuerroman.
      Ein Bericht der zudem auch noch mit vielen wertvollen Reisetipps gespickt ist.Macht wirklich Lust auch hinzufliegen.
      danke-thx! dafuer-ok!
      Vielen Dank für die freundlichen Kommentare.
      Es hat ja auch Spaß gemacht, den Bericht zu schreiben, und mir alles in Erinnerung zu rufen. Die Details hab ich eh weggelassen :D .

      Übrigens habe ich den letzten Beitrag bearbeitet, zwei Fotos hinzugefügt, das letzte Foto von dem jungen Radfahrer ausgetauscht und einen Link zu einem Flickr-Album hinzugefügt.

      Liebe Grüße,
      Peter
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      Ich kenne etwas ähnliches im "Florida Europas". Nur halt kleiner, weniger offensichtlich, zurückhaltender,manchmal etwas "verdeckt", aber auch extrem schöne Jungs in Mengen. Manchmal wenn diese abends an den Cafétischen vorbeilaufen, bin ich fast wie betäubt.
      Ich bin äusserst angetan von Deinem Bericht und überlege mir einen Trip nach Cuba. Was ich bisher in einer kleinen Küstenstadt im Süden von M........ erlebte, könnte ich in Cuba in Vollendung finden.Da bin ich sicher. Nur die Reise von 11 Stunden schreckt mich ein wenig, aber wer weiss...... Jedenfalls danke für Deinen Bericht, hätte ich einen "Rosaverlag" mit einschlägigen Reiseführern oder dergleichen, Du wärst auf der Stelle engagiert!
      Grüß Dich Pudel,

      ja, die Angaben von frederic sind wirklich sehr schleierhaft. Ich kenne ein Venedig des Ostens (St. Petersburg), aber kein Florida Europas. Andererseits lässt mich der erste Buchstabe des Ortes (M) an Mamaia denken: Andere wollen das Miami Europas in Griechenland oder Italien ausgemacht haben.

      @frederic: Herzlichen Dank für Deine netten Worte über meinen kleinen Reisebericht :)

      Liebe Grüße,
      Peter
      Schreiben ist ganz einfach: man starrt solange auf das leere Blatt Papier, bis die Augen bluten
      >>>><Peter

      Mit dem Florida Europas ist Marokko gemeint. Liegt ja direkt vor der Türe Europas und lediglich 3-4 Stunden Flugzeit von D entfernt.
      Natürlich kommt der kleine Küstenort mitnichten an die superexotische, karibische Atmosphäre von Cuba heran. Ich bin noch jetzt ganz betäubt von Deinem Bericht..... Aber von ganz Marokko ist diese frühere Enklave wahrscheinlich das Beste was Marokko "für unsereiner" zu bieten hat, und zwar in jeder Hinsicht.
      Nicht umsonst kommen jedes Jahr mehr Winter- oder ganzjährige Klimaflüchtlinge von Europa nach Marokko. Auch weil das Preisniveau in Spanien, Griechenland, Italien und anderen EU Ländern ständig unanständig ansteigt, dank EU!! Und das, ohne einen Gegenwert irgendwelcher Art, ganz einfach nur noch Abzocke übelster Art.
      Freundliche Grüsse
      Frederic
      Lieber Frederic,



      Ich würde diesen Thread gerne auf Kuba fokussieren, weil es da ja sicher noch eine Menge über Kuba zu diskutieren gibt. Wir können aber gerne schauen, ob wir wo einen Thread für eine Diskussion aufmachen können, in dem wir dann Marokko mit Kuba vergleichen. Denn auch da - glaube ich - gibt es erhöhten Diskussionsbedarf :)



      Vielen Dank,

      Peter
      Schreiben ist ganz einfach: man starrt solange auf das leere Blatt Papier, bis die Augen bluten
      Grüß Dich,

      wo wir gebucht haben, hab ich eh im Bericht selbst erwähnt: Bei RUEFA Reisen. Bezahlt haben wir nur den Flug, und das haben wir mit Diners Club bezahlt. Wir haben beide die DC Gold, weil einem da auf den Flughäfen so manche Vorteile verschafft werden (Business Class Check-In, VIP-Lounge ...).

      Das Quartier haben wir vor Ort in Bar bezahlt, den Preis hat unser Freund vor Antritt der Reise ausgehandelt.

      Ich hab übrigens jetzt im Internet recht günstige Flüge (Nur Flug) nach Kuba gesehen, rund um die 750 € ...

      lg/Peter
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      Grüß Dich,

      ach das Quartier haben wir über unseren Freund Darek gefunden. Der hat dort schon zig mal gewohnt und war immer sehr zufrieden. Er hat´s uns empfohlen, und nachdem wir zugesagt hatten, klärte er das mit der Reservierung. Es gibt auch im Internet einige Webseiten, auf denen Privatquartiere in Kuba gelistet sind. Man kann die Leute dann direkt über die Website anschreiben und auch schon im Vorhinein klären, warum man ein Privatquartier will (Weil man eben Besuch mitbringen können möchte) und auch den Preis aushandeln.

      Wir buchen, wenn wir im nächsten Jahr wieder nach Kuba fliegen, wieder dieses Privatquartier.
      Du findest die Liste mit Casa Particular hier: holacuba.de/

      Wir werden vielleicht nächstes Jahr etwas verrücktes machen: Wir buchen zwei Wochen Varadero All Inclusive, und verbringen die erste Woche in Havanna. Das kommt preislich im günstigsten Fall noch immer billiger, als zwei ganze Woche Havanna buchen. Dann machen wir in der ersten Woche Rambazamba und in der zweiten Woche ziehen wir dann um nach Varadero und relaxen vom Partystress :)

      lg/Peter
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