Regenbogen über Kapstadt

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      Regenbogen über Kapstadt

      Regenbogen über Kapstadt

      Vor zwei Jahren haben wir uns einen Traum erfüllt – eine Reise nach Südafrika. Kapstadt haben wir dabei als eine der schönsten, wenn nicht gar die schönste Metropole der Welt kennengelernt. Schon von Deutschland aus buchten wir sicherheitshalber im Gay-Guest-House „Richborough Villa“ ein Zimmer. Diese Pension wird von ihrem Gastgeber Tim mit viel persönlichem Einsatz geführt. Obwohl nichts vereinbart war, holte er uns vom Flughafen ab, half uns in vielen Fragen der Reiseorganisation und machte den Aufenthalt perfekt.

      Beste Reisezeit ist der südafrikanischen Sommer, sprich von Dezember bis März. Dann ist Kapstadt voller Touristen aus aller Welt und natürlich aus den anderen Städten des Landes. Hier geben sich auch einheimische Gays viel lockerer als in den Beamtenstädten oder der eher konservativen Provinz.

      Das schwule Leben in Kapstadt kann eine einzige Party sein. Die Einheimischen lieben die Stadt und dies prägt das Lebensgefühl. Morgens kannst Du zum Brunch durch die St. Georges Mall im Stadtzentrum ziehen und in einem der zahlreichen Straßencafès munter werden. Mittags lohnt sich eine Fahrt nach Sandy Bay, dem einzigen FKK Strand am Kap und außerdem die wohl bekannteste schwule Cruising Area. Am drei Kilometer langen Felsstrand kannst Du die schönsten Männer Kapstadts bewundern oder selbst bewundert werden. Man genießt hier die Brandung und das Meer und ist unter sich. An den Abenden amüsierten wir uns in den Gay-Bars. Besonders zu empfehlen sind das „Manhattan“ mit einer angenehmer Atmosphäre um Leute kennenzulernen und die „Bronx“ mit Karaoke Show, heißer Tanzmusik und bester Partystimmung.

      Empfehlenswert sind Tagesausflüge nach Robben Island und eine Autofahrt zum Kap der Guten Hoffnung, dem fast südlichsten Punkt Afrikas mit herrlichen Felsmassiven, Wandermöglichkeiten und bestem Blick auf das türkisfarbene Meer. Mit der Fähre dagegen geht es in einer dreißigminütigen Fahrt rüber nach Robben Island, der berüchtigten Gefängnisinsel. Hier saß Nelson Mandela 18 Jahre seiner Gefangenschaft in Einzelhaft. In geführten Touren erfährst Du die wichtigsten Details eindrucksvoll aus dem Munde ehemaliger Strafgefangener.

      Ein unbedingtes Muss stellte für uns die Bezwingung des 1.067 Meter hohen Tafelbergs dar. Natürlich kann man auch mit der Seilbahn nach oben, aber das kann ja Jeder. Wir warteten lange auf die besten Wetterbedingungen und wurden am vorletzten Tag belohnt. Wolkenloser Himmel und kaum Wind, beste Voraussetzungen für die harte aber äußerst lohnenswerte Anstrengung. Der Ausblick über die Stadt, Signal Hill, die Küste und rüber nach Robben Island entschädigte uns. Am Abend belohnten wir uns zusätzlich mit einer ausgedehnten Party. Unser Gastgeber buchte für seine Gäste und Freunde Plätze auf einem Schiff zur Sun-Set-Champagner-Cruise und abschließender Gästehausparty. Auf dem Schiff wurde von freundlichem Personal Sekt satt kredenzt. Die Tour führte uns bei rot-goldenem Sonnenuntergangslicht entlang der Kapstädter Küste und ließ uns ausreichend Gelegenheit, die Erlebnisse unserer Reise mit unseren neuen Freunden Revue passieren zu lassen.

      MfG
      Kapstadt